
Weltbienentag in Kagel: Der gläserne Bienenkasten lebt weiter – mit Unterstützung aus Kienbaum
- Heimatverein Kagel e.V./SB

- 20. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Am heutigen Weltbienentag richten wir den Blick auf ein Lebewesen, das oft selbstverständlich erscheint und dabei eine enorme Bedeutung für unsere Umwelt hat: die Biene. Klein, fleißig und unverzichtbar – denn ohne ihre Bestäubungsleistung würde unsere Natur und auch unsere Lebensmittelversorgung ganz anders aussehen.
Auch in Kagel spielt das Thema Bienen eine besondere Rolle: Viele Hobbyimker engagieren sich mit Leidenschaft – auch wenn sich im Laufe der Zeit manches verändert hat.
Den gläsernen Bienenkasten, initiiert vom Heimatverein Kagel, der Kindern und Interessierten faszinierende Einblicke in das Leben eines Bienenvolkes ermöglicht, hatte Mandy Krüpfganz ursprünglich im Rahmen ihres Hobbys der Imkerei betreut. Aus Zeitgründen hat sie die aktive Imkerei inzwischen aufgeben müssen – die Idee, Kindern die Welt der Bienen erlebbar zu machen, sollte dennoch bleiben.
Unterstützung kam dabei von Imker Andreas Tietz aus Kienbaum – unserem Nachbardorf mit historischen Wurzeln in der Imkerei. Er brachte ein neues Bienenvolk nach Kagel, das inzwischen in den gläsernen Kasten eingezogen ist und sich seit gestern dort einlebt.
Der Umzug verlief entspannt und faszinierend: Die Bienen zeigten sich ruhig und friedlich – einige konnten sogar vorsichtig auf die Hand genommen werden. „Bienen stechen nie“ – diesem Motto folgt Andreas Tietz.
Nun dauert es nur noch wenige Tage, bis die Kinder der Kageler Kita zu Besuch kommen und ihr neues „Kita-Volk“ aus nächster Nähe beobachten können.
Der gläserne Bienenkasten macht sichtbar, was sonst verborgen bleibt: Wie Bienen ihre Waben bauen, miteinander kommunizieren und als Gemeinschaft funktionieren. Gerade für Kinder entsteht so ein unmittelbarer und lebendiger Zugang zur Natur.
Eine schöne Anekdote zum Abschluss:
In der Imkerei gibt es den alten Brauch, den eigenen Bienen wichtige Ereignisse in der Familie mitzuteilen. Nach dem Tod von Queen Elizabeth II. informierte auch der Imker des Königshauses die Bienenstöcke über den Verlust der Monarchin – verbunden mit der traditionellen Bitte, dass die Bienen ihrer Familie treu bleiben. Eine besondere Geste, die zeigt, wie eng die Verbindung zwischen Mensch und Biene seit Jahrhunderten ist.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die dazu beitragen, die Bienen wertzuschätzen, sie zu schützen und respektvoll mit ihnen zusammenzuleben.
Ein ganz besonderer Dank gilt Mandy Krüpfganz und Andreas Tietz, die mit dem gläsernen Bienenkasten einen Ort geschaffen haben, an dem Natur erlebt und verstanden werden kann!
„Die Bienen scheinen von einer höheren Vernunft geleitet zu sein, die über das Individuum hinausgeht.“ - Maurice Maeterlinck (Autor und Nobelpreisträger) aus seinem Werk „Das Leben der Bienen“ (1901)
In diesem Sinne
herzliche Grüße!





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